Archive for the ‘Lyrik & Poesie’ Category

Raue Nächte und dunkle Tage sind im Gefolge eines späten Winters in Haus und Hof eingekehrt – mögen wir sie nicht minder bewirten als die freundlicheren und milder gestimmten Gesandten einer wärmeren Jahreszeit, denn lange Nächte bringen den Segen des Träumens mit sich. Im hellen Kerzenschein und der behaglichen Wärme des Feuers schütteln wir die Dunkelheit ab und entsinnen uns der Geschehnisse eines lange zurückliegenden Herbstes, von denen wir bereits vor Wochen berichtet hatten. Schuldig geblieben sind wir bis jetzt jene Zeilen, die das erzählen, was nun – wo sich die Schatten tanzend erheben im Lichte der zuckenden Flamme – mehr denn je wie ein märchenhafter Traum erscheint.

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Rosen – sind sie doch edle Gewächse und faszinieren uns mit ihrer Schönheit und Gefährlichkeit gleichermassen! Wer sie mit wachen Augen und weit geöffneten Sinnen betrachtet – ja, buchstäblich in sich aufsaugt – erahnt einen Glanz von Adel und Aristokratie, von künstlerischer Brillanz aber auch von Macht und politischer Gewandtheit, wenn nicht gar Grausamkeit. Wenn dann noch klangvolle Namen den interessierten Betrachter zu fantasievollen Gedankenreisen beflügeln, können Szenerien entworfen werden, die Raum und Zeit so unverschämt durcheinander würfeln, wie es die Natur mit Farben und Formen schon seit jeher macht.

 

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Einen Gastartikel zu verfassen ist nicht einfach – besonders wenn einem kein Thema vorgegeben wird. Das durften wir am eigenen Leib erfahren, als wir von Michael eingeladen wurden, für seinen Blog Wersglaubtwirdselig einen Text beizusteuern. Normalerweise schreibt Michael über wenig bekannte Themen, die bewusst oder unbewusst vor der breiten Öffentlichkeit verborgen werden. Oder wie er es auf seiner Webseite ausdrückt: „So ziemlich alles, was wir als gesichertes Wissen betrachten, ist beim näheren Hinschauen genau umgekehrt.“ Nun, wir wollten mit diesem Aufhänger ein paar flotte Anekdoten aus unserem Bauernleben in 500 Worten beisteuern. Aber irgendwie ist unser Hofchronist dann in einen Strudel philosophischer Gedanken abgetaucht und erst irgendwo nach 1600 Wörtern wieder entkommen. Entstanden ist eine tiefschürfende Auseinandersetzung mit dem Thema Wahrheit, die trotz des Umfangs noch immer zu kurz ist… Aber lesen Sie selbst!

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Liebe Menschen, liebe lesebegeisterte Vierbeiner und liebe andere Geschöpfe, die ihr des Umgangs mit Buchstaben und Worten mächtig seid – ich möchte mich euch heute endlich mit meinem eigenen Namen vorstellen: Ich bin Mausa. Ihr kennt mich ja bereits aus dem ersten Teil meiner Autobiografie, in welchem ich von meinen drei Geburten berichtet hatte. Zwischenzeitlich sind die Wochen und Monate über das Land gezogen und mit ihnen ist auch nebst meiner Namensgebung eine Fülle von Ereignissen einher gegangen, von denen ich an dieser Stelle nur einige zu erzählen vermag. Doch eine Bemerkung vorweg sei mir erlaubt: Der zweite Teil meiner Geschichte ist zur Gänze frei von den düsteren Wolken meiner frühesten Vergangenheit.

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Lieber Herbst

Mit diesen Zeilen möchten wir dich offiziell bei uns Willkommen heissen. Du bist nun schon einige Zeit hier; hast dich eingeschlichen und klammheimlich die Tage verkürzt, das Licht etwas gedämpft und die Intensität der Farben der Welt erhöht. Vielleicht waren wir noch etwas zu erschöpft von den langen und heissen Sommermonaten, von deren Last du uns nun befreit hast; jedenfalls hatten wir deine Ankunft nicht gleich bemerkt. War es dein Wunsch nach mehr Aufmerksamkeit, der dich dazu veranlasst hat, die grosse Bühne der Jahreszeiten schon dem Winter für ein kurzes Stelldichein zu überlassen? Nun, an diesem kalten Morgen des 8. November wandern die klammen Finger des Chronikschreibers über die Tasten um dir endlich die gebührenden Worte der Ehrerbietung zukommen zu lassen.

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Liebe Menschen, heute möchte ich euch meine Geschichte erzählen. Sie beginnt traurig, wenngleich auch viele der Geschehnisse aus meinen ersten Tagen auf dieser Welt für immer im Verborgenen bleiben werden. Meine Erinnerungen daran verbergen sich in einem düsteren Nebel, den zu beschreiten ich nicht gewillt bin.

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Unsichtbar und gutmütig wartet die Nacht Hinter dem grellen Mondeslicht lockt sie mit Ruh’ Doch der zwielichtige Bruder der Sonnenpracht Schleicht sich zur Wiege des Schlafes hinzu

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Segensreich ist die Winterzeit, wenn der Regen fällt und die Wiesen verzaubert in farbenfrohe Leintücher, welche die von Sonne und Hitze ausgemergelte Erde sanft umschmeicheln. Totgelaubte Bäche auferstehen in ihren plätschernden Liedern und streben unablässig danach, das Leben in ein grünes, wogendes Meer der Erneuerung zu verwandeln. Dies, liebe Leser, ist eine sehr romantische Darstellung dieser „Zeit der Regeneration“ und nicht immer vermögen wir bei Kälte und Dauerregen den grauen Nebelschleier zu durchbrechen und unseren Blick auf das Positive zu lenken. Unser Mantra, dass der Regen ja schliesslich „das Beste für die Natur“ sei, bricht zwar nicht ab, doch allenthalben können wir einen zynischen Unterton nicht aussen vor lassen.

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„Es sei euch gegeben“, sprach der Mensch – er könnte Manuel oder Andrea geheissen haben, was aber an sich nichts zur Sache tut – und entliess Rosie und Bertie in die Freiheit. Die beiden Hühnerdamen waren sehr zufrieden mit diesem Stücklein Freiheit, welches sich als ziemlich rechteckiges Fleckchen Natur heraus stellte; innerhalb eines orangefarbenen Zaunes, der ihnen ihre Grenzen gut sichtbar aufzeigte.

Innerhalb der Begrenzung gab es viel saftiges Gras, einige Büsche, die gut als Versteck dienen würden und auch ein heimeliges Häuschen aus Holz um darin vor Feinden geschützt die Nacht verbringen zu können.

„Schau her, Rosie“, rief die kleine Bertie ganz aufgeregt, „ sogar eine Stange zum darauf schlafen hängt hier!“

Das grössere Huhn quittierte die Bemerkung mit einem Nicken, doch ihre Aufmerksamkeit galt einer mit Stroh gefüllten Holzkiste, welche sich in einer dunklen Ecke des Stalles befand.

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Mag es sein, dass die Sonne in Trauer sich verhüllt? Des Schweigens überdrüssig sich zu Tränen verformt Wird sich Schnee, leichter als die Atemluft In unseren Lungen verlieren wie rosaroter Rauch?

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