Archive for the ‘Portugiesisches’ Category

Es brennt noch immer in Portugal. Das Feuer hat seine Gestalt verändert, doch es wütet weiter. Und die Gefahr sitzt nicht nur in einem Land: Der ganze Planet droht in unsichtbaren Flammen aufzugehen. Doch genau so liegen auch die Verantwortung und die Macht zum Löschen des Brandes in allen Teilen der Welt vergraben und müssen im Verhalten von uns selbst zu Tage gefördert werden. Unser grösster Feind indes ist die Angst. Sie kann uns zwar warnen und uns retten. Sie kann aber auch leicht in Panik ausarten und uns so zu Fehlern verleiten. Deshalb darf nicht fahrlässig damit umgegangen werden. Beide Reaktionen waren im vergangenen Sommer in Portugal eindrücklich zu beobachten als die schlimmen Waldbrände Menschen und Siedlungen bedrohten. Jetzt in diesem Frühling ist es die Regierung, die für Panik und Entsetzen sorgt. Angst darf nicht instrumentalisiert werden. Die Folgen können fatal sein für Mensch und Natur, denn es droht eine uferlose Ausweitung der Zerstörung. Es ist kein Rauch in Sicht am portugiesischen Himmel – doch es brennt weiter.

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Raue Nächte und dunkle Tage sind im Gefolge eines späten Winters in Haus und Hof eingekehrt – mögen wir sie nicht minder bewirten als die freundlicheren und milder gestimmten Gesandten einer wärmeren Jahreszeit, denn lange Nächte bringen den Segen des Träumens mit sich. Im hellen Kerzenschein und der behaglichen Wärme des Feuers schütteln wir die Dunkelheit ab und entsinnen uns der Geschehnisse eines lange zurückliegenden Herbstes, von denen wir bereits vor Wochen berichtet hatten. Schuldig geblieben sind wir bis jetzt jene Zeilen, die das erzählen, was nun – wo sich die Schatten tanzend erheben im Lichte der zuckenden Flamme – mehr denn je wie ein märchenhafter Traum erscheint.

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Eine Woche ist erst vergangen seit an dieser Stelle der zweite Teil unserer Abenteuer erzählt worden ist, doch scheint es, als würden Monate dazwischen liegen. Grund dafür ist die Veränderung, die sich vor den Pforten dieses bescheidenen Hauses zugetragen hat, in dem sich der Autor sich nun verschanzt hat um seine Leserschaft mit dem versprochenen dritten Teil der „Geschichten aus einem falschen Herbst“ zu verwöhnen. Sie mögen es ahnen, dennoch wollen wir jegliche Zweifel beseitigen und es aussprechen: Der echte Herbst hat endlich Einzug gehalten.

Die erlösenden Regenwolken der letzten Tage lösen sich gegenwärtig bereits wieder in ihre kleinsten Bestandteile auf und zurück bleibt das veränderte Licht, das Rascheln der Blätter, die den feuchtkühlen Windböen geopfert worden sind und nun mit dem Farbspiel in eine heitere Symphonie der dritten Jahreszeit einstimmen. Trotzdem fällt es dem Autor etwas weniger leicht, in seine Erinnerungen einzutauchen, denn – er hat es bereits erwähnt – die Zeiten, von denen es zu erzählen gilt, liegen nun plötzlich viel weiter zurück aber er krempelt die Ärmel hoch, wo es vor kurzem noch gar nichts zu krempeln gab; vielleicht ist es auch nur diese ungewohnte Einschränkung der Bewegungsfreiheit, die es zu beseitigen gibt damit es endlich losgehen kann mit unserer nächsten Reise.

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Die Erde an den Händen ist abgewaschen, die frisch gesäuberten Finger noch kaum trocken, schon lässt sie der Autor, der eben noch Bauer war, wieder über die Tasten gleiten. Jetzt, da er und seine Gefährtin vielen Bäumen ein neues Zuhause verschafft und das Gemüse für den Winter gepflanzt haben, darf er sich wieder dem süssen Träumen hingeben. Er schwelgt gerade in Erinnerungen und freut sich darauf, seine treue Leserschaft auf eine weitere Reise mitnehmen zu dürfen.

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Kaum hat sich die Sonne hinter den Pinienhainen hervor gewagt, beweist sie uns wieder ihre Stärke und Kraft. Ein Blick auf Uhr und Thermometer verrät, dass es um neun Uhr bereits dreissig Grad sind; eine Hitze, die uns bereits Stunden zuvor aus den verschwitzten Bettlaken getrieben hatte. In die morgendliche Schläfrigkeit mischt sich ein Hauch von Ungläubigkeit als das Auge auf das Datum im Kalender fällt – doch es stimmt: es ist Anfang Oktober.

Auch wenn der Winkel der Sonneneinstrahlung und das bunte Lichtspiel in den bereits verfärbten Laubbäumen von einem langersehnten Herbst künden, ist es eigentlich noch immer Sommer. Denn auch in den nun merklich kürzer werdenden Tagen ist seit Ende August kein Regen gefallen. Die Natur scheint auf Zweckoptimismus zu machen, möchte man meinen. Etwas ironisch denken wir daran, dass uns andere Menschen in anderen Ländern und zu anderen Zeiten um die gegenwärtige Wetterlage beneidet hätten.

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Wir haben ja schon mehrfach über unsere Lieblingsnachbarn berichtet, die uns immer wieder reich beschenkt oder zum gemeinsamen Essen eingeladen haben. Vergangene Woche kam endlich der Tag, an dem wir uns revanchieren würden, denn Zé Sequeira – wie der Mann heisst – hatte uns gefragt, ob wir ihm bei der Weinlese helfen würden.

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Portugal und die Berge – ein Kapitel, welches vielen Leuten unbekannt ist. Wer sich unter dem kleinen Land ganz im Westen Europas überhaupt etwas anderes vorstellen kann als einen „separaten Teil von Spanien“, denkt wohl eher an die weissen Strände der Algarve oder die Surferparadiese der wilden Atlantikküste.

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Segensreich ist die Winterzeit, wenn der Regen fällt und die Wiesen verzaubert in farbenfrohe Leintücher, welche die von Sonne und Hitze ausgemergelte Erde sanft umschmeicheln. Totgelaubte Bäche auferstehen in ihren plätschernden Liedern und streben unablässig danach, das Leben in ein grünes, wogendes Meer der Erneuerung zu verwandeln. Dies, liebe Leser, ist eine sehr romantische Darstellung dieser „Zeit der Regeneration“ und nicht immer vermögen wir bei Kälte und Dauerregen den grauen Nebelschleier zu durchbrechen und unseren Blick auf das Positive zu lenken. Unser Mantra, dass der Regen ja schliesslich „das Beste für die Natur“ sei, bricht zwar nicht ab, doch allenthalben können wir einen zynischen Unterton nicht aussen vor lassen.

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„Der Wind trägt dir seltsame und doch vertraute Klänge in dein Herz. Du weisst, die Zeit zum Aufbruch ist gekommen auch wenn sich dir das Ziel noch nicht offenbart. Doch weit am Horizont im goldenen Licht der untergehenden Sonne steht seit Jahrtausenden ein mächtiger Berg aus hartem Granit, so hart wie die Zeiten, die er schon durchlebt hat.

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