Kaum hat sich die Sonne hinter den Pinienhainen hervor gewagt, beweist sie uns wieder ihre Stärke und Kraft. Ein Blick auf Uhr und Thermometer verrät, dass es um neun Uhr bereits dreissig Grad sind; eine Hitze, die uns bereits Stunden zuvor aus den verschwitzten Bettlaken getrieben hatte. In die morgendliche Schläfrigkeit mischt sich ein Hauch von Ungläubigkeit als das Auge auf das Datum im Kalender fällt – doch es stimmt: es ist Anfang Oktober.

Auch wenn der Winkel der Sonneneinstrahlung und das bunte Lichtspiel in den bereits verfärbten Laubbäumen von einem langersehnten Herbst künden, ist es eigentlich noch immer Sommer. Denn auch in den nun merklich kürzer werdenden Tagen ist seit Ende August kein Regen gefallen. Die Natur scheint auf Zweckoptimismus zu machen, möchte man meinen. Etwas ironisch denken wir daran, dass uns andere Menschen in anderen Ländern und zu anderen Zeiten um die gegenwärtige Wetterlage beneidet hätten.

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Rosen – sind sie doch edle Gewächse und faszinieren uns mit ihrer Schönheit und Gefährlichkeit gleichermassen! Wer sie mit wachen Augen und weit geöffneten Sinnen betrachtet – ja, buchstäblich in sich aufsaugt – erahnt einen Glanz von Adel und Aristokratie, von künstlerischer Brillanz aber auch von Macht und politischer Gewandtheit, wenn nicht gar Grausamkeit. Wenn dann noch klangvolle Namen den interessierten Betrachter zu fantasievollen Gedankenreisen beflügeln, können Szenerien entworfen werden, die Raum und Zeit so unverschämt durcheinander würfeln, wie es die Natur mit Farben und Formen schon seit jeher macht.

 

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Kaum ist der Schnee geschmolzen, der Boden aufgetaut und die ersten Sonnenstrahlen mit Wärme beladen, geht’s los: Ab in den Garten und rein in die Erde mit den verschiedensten Samen. Leider wurde kurz darauf schon so manches vorschnelle Gärtnerherz gebrochen. Neidisch denkt man dann vielleicht an die Leute in einem Land wie Portugal, wo es ja viel wärmer ist und wo es bestimmt viel einfacher sein muss, seinen Garten zu bestellen. Aber stimmt das denn überhaupt?

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Einen Gastartikel zu verfassen ist nicht einfach – besonders wenn einem kein Thema vorgegeben wird. Das durften wir am eigenen Leib erfahren, als wir von Michael eingeladen wurden, für seinen Blog Wersglaubtwirdselig einen Text beizusteuern. Normalerweise schreibt Michael über wenig bekannte Themen, die bewusst oder unbewusst vor der breiten Öffentlichkeit verborgen werden. Oder wie er es auf seiner Webseite ausdrückt: „So ziemlich alles, was wir als gesichertes Wissen betrachten, ist beim näheren Hinschauen genau umgekehrt.“ Nun, wir wollten mit diesem Aufhänger ein paar flotte Anekdoten aus unserem Bauernleben in 500 Worten beisteuern. Aber irgendwie ist unser Hofchronist dann in einen Strudel philosophischer Gedanken abgetaucht und erst irgendwo nach 1600 Wörtern wieder entkommen. Entstanden ist eine tiefschürfende Auseinandersetzung mit dem Thema Wahrheit, die trotz des Umfangs noch immer zu kurz ist… Aber lesen Sie selbst!

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„Wofür um alles in der Welt braucht ihr in Portugal einen strombetriebenen Dörrapparat?“ – In der Tat eine Frage, die nicht jeglicher Berechtigung entbehrt. Schliesslich gehören in unseren Gefilden längere Dürreperioden und grosse Hitze zur Standardausführung der Sommermonate. Auch die gegenwärtige Version des Winters bedient uns nur spärlich mit Regen; hingegen wird mit Kälte nicht gegeizt, weshalb der Autor des vorliegenden Textes etwas holprig und mit klammen Fingern über die Tastatur schlittert, während seine Gedankengänge immer wieder unterbrochen werden müssen um neues Holz in den Ofen zu schieben. Bevor wir also zu den Berichten über das scheinbar unnötige Gerät zurück kehren, bedienen wir die geneigte Leserschaft mit der hoffentlich nur inhaltlich und nicht stilistisch trockenen Materie bezüglich der aktuellen Wetterlage.

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Liebe Menschen, liebe lesebegeisterte Vierbeiner und liebe andere Geschöpfe, die ihr des Umgangs mit Buchstaben und Worten mächtig seid – ich möchte mich euch heute endlich mit meinem eigenen Namen vorstellen: Ich bin Mausa. Ihr kennt mich ja bereits aus dem ersten Teil meiner Autobiografie, in welchem ich von meinen drei Geburten berichtet hatte. Zwischenzeitlich sind die Wochen und Monate über das Land gezogen und mit ihnen ist auch nebst meiner Namensgebung eine Fülle von Ereignissen einher gegangen, von denen ich an dieser Stelle nur einige zu erzählen vermag. Doch eine Bemerkung vorweg sei mir erlaubt: Der zweite Teil meiner Geschichte ist zur Gänze frei von den düsteren Wolken meiner frühesten Vergangenheit.

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Lieber Herbst

Mit diesen Zeilen möchten wir dich offiziell bei uns Willkommen heissen. Du bist nun schon einige Zeit hier; hast dich eingeschlichen und klammheimlich die Tage verkürzt, das Licht etwas gedämpft und die Intensität der Farben der Welt erhöht. Vielleicht waren wir noch etwas zu erschöpft von den langen und heissen Sommermonaten, von deren Last du uns nun befreit hast; jedenfalls hatten wir deine Ankunft nicht gleich bemerkt. War es dein Wunsch nach mehr Aufmerksamkeit, der dich dazu veranlasst hat, die grosse Bühne der Jahreszeiten schon dem Winter für ein kurzes Stelldichein zu überlassen? Nun, an diesem kalten Morgen des 8. November wandern die klammen Finger des Chronikschreibers über die Tasten um dir endlich die gebührenden Worte der Ehrerbietung zukommen zu lassen.

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Wir haben ja schon mehrfach über unsere Lieblingsnachbarn berichtet, die uns immer wieder reich beschenkt oder zum gemeinsamen Essen eingeladen haben. Vergangene Woche kam endlich der Tag, an dem wir uns revanchieren würden, denn Zé Sequeira – wie der Mann heisst – hatte uns gefragt, ob wir ihm bei der Weinlese helfen würden.

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In dieser Bildstrecke erzählt Andrea euch, wie wir aus den frischen Peperonis ein wohlschmeckendes Gewürz gezaubert haben:

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Von der Blüte zur Gurke und dann zum Schwamm – schaut her, wie das geht:

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