Portugal und die Berge – ein Kapitel, welches vielen Leuten unbekannt ist. Wer sich unter dem kleinen Land ganz im Westen Europas überhaupt etwas anderes vorstellen kann als einen „separaten Teil von Spanien“, denkt wohl eher an die weissen Strände der Algarve oder die Surferparadiese der wilden Atlantikküste.

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Unsichtbar und gutmütig wartet die Nacht Hinter dem grellen Mondeslicht lockt sie mit Ruh’ Doch der zwielichtige Bruder der Sonnenpracht Schleicht sich zur Wiege des Schlafes hinzu

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Segensreich ist die Winterzeit, wenn der Regen fällt und die Wiesen verzaubert in farbenfrohe Leintücher, welche die von Sonne und Hitze ausgemergelte Erde sanft umschmeicheln. Totgelaubte Bäche auferstehen in ihren plätschernden Liedern und streben unablässig danach, das Leben in ein grünes, wogendes Meer der Erneuerung zu verwandeln. Dies, liebe Leser, ist eine sehr romantische Darstellung dieser „Zeit der Regeneration“ und nicht immer vermögen wir bei Kälte und Dauerregen den grauen Nebelschleier zu durchbrechen und unseren Blick auf das Positive zu lenken. Unser Mantra, dass der Regen ja schliesslich „das Beste für die Natur“ sei, bricht zwar nicht ab, doch allenthalben können wir einen zynischen Unterton nicht aussen vor lassen.

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„Es sei euch gegeben“, sprach der Mensch – er könnte Manuel oder Andrea geheissen haben, was aber an sich nichts zur Sache tut – und entliess Rosie und Bertie in die Freiheit. Die beiden Hühnerdamen waren sehr zufrieden mit diesem Stücklein Freiheit, welches sich als ziemlich rechteckiges Fleckchen Natur heraus stellte; innerhalb eines orangefarbenen Zaunes, der ihnen ihre Grenzen gut sichtbar aufzeigte.

Innerhalb der Begrenzung gab es viel saftiges Gras, einige Büsche, die gut als Versteck dienen würden und auch ein heimeliges Häuschen aus Holz um darin vor Feinden geschützt die Nacht verbringen zu können.

„Schau her, Rosie“, rief die kleine Bertie ganz aufgeregt, „ sogar eine Stange zum darauf schlafen hängt hier!“

Das grössere Huhn quittierte die Bemerkung mit einem Nicken, doch ihre Aufmerksamkeit galt einer mit Stroh gefüllten Holzkiste, welche sich in einer dunklen Ecke des Stalles befand.

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Ein Morgen wie viele im Winter auf der Quinta das Figueiras: Die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne durchbrechen die Abwärtsspirale der nächtlichen Temperaturen, die Taunässe oder der Frost verflüchtigen sich in der Luft und verwandeln sich fortschreitend in Nebel, der in mehr oder weniger dichten Schwaden gegen den blauen Himmel aufsteigt. Als bald trübt sich das Licht des Tages, dessen Beginn so klar und strahlend gewesen war. Doch nicht immer ist es das gleiche vorhersehbare Spiel der Natur; es ergibt sich hin und wieder, dass sich die Wolken an den Boden kauern, sich an die Kontur des Geländes schmiegen, und dabei sich in die tieferen Bereiche verkriechen als suchten sie Schutz vor einem unbekannten Feinde. Durch schicksalshafte Fügung ereignet es sich nun, dass die wogende Oberfläche des Nebel-Meeresspiegels quer durch unser bescheidenes Stück Land verläuft.

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Zwei. Neun. Fünf. Rot beleuchten die Ziffern der digitalen Waage das zögerliche Lächeln auf unseren Gesichtern. Zweihundertfünfundneunzig Kilogramm Oliven stapeln sich vor uns; verborgen in einem Berg aus Jutesäcken. Damit haben wir das Mindestgewicht gerade noch eben knapp angekratzt; fünf Kilo mehr oder weniger – so genau nimmt es hier niemand. Ein kontrollierender Blick unsererseits auf die Bestätigung ausdrückenden Gesichtszüge der „Frau von der Olivenpresse“ (mittlerweile hat sie auch einen Namen: Senhora Elisabete) enthüllt: Wir haben es geschafft!

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Vom Fruchtfleisch über die Samen bis hin zur Schale – an dieser Stelle möchten wir euch eine kleine Inspiration für die Verwendung einer ganzen Wassermelone zeigen. Eines vorweg: Verwendet ausschliesslich Bio-Melonen, ausser ihr wollt die ganzen Gifte zusammen mit der Schale eurem Körper zuführen.

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Nachdem Manuel und Andrea hier die abenteuerlichen Erlebnisse ihres Umzugs an dieser Stelle veröffentlichen durften, halte ich es für angebracht, dass auch wir, die vielfach erwähnten und doch immer wieder vergessenen Katzen unser Wort an die Leserschaft richten dürfen. Da ich, Schnuppi, die einzig schreibkundige unter uns bin, fällt mir diese Aufgabe zu. Jedoch musste ich mir viel von dem folgenden Bericht von den anderen erzählen lassen, besonders auf die frühen Anzeichen reagierte ich persönlich nicht so sensibel. Da hat vor allem Denoy, dieser feinfühlige Kater viel Emotion für den folgenden Text beigesteuert.

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Nur noch ein paar Gerippe in einem Meer aus vertrocknetem Gras, der Boden hart wie Beton oder andernfalls staubig wie die Wüste. Einige letzte welke Blätter erinnerten noch an den Schatten, die unsere Bäume einst der Erde zu ihren Füssen gespendet hatten. Im Dämmerlicht des sich rasch verziehenden Tages, der uns mitfühlend der tröstenden Dunkelheit überlassen mochte, wirkte es wie eine durch und durch lebensfeindliche Zone: Unsere Quinta, unser Land, unser Quell des Lebens, unsere Zukunft – nur noch Dürre, Staub, Verderben…

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Es spiegelt sich in der Luft In Millionen Partikeln aus flüssigem Staub Dein Bild, so klar wie die Trübsal der Nacht Zu deinen Füssen die Erde erwacht

Im Verderben auferstanden Durch Durst und Dürre gestärkt Im Traume einst durch Hoffnung erdacht In deinen Händen das Wasser erwacht

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